Gut gefurzt, Hering!

Das mit der Kommunikation ist so eine Sache. Verschiedene Sprachen, Gesten, die überall was anderes bedeuten können. Manchmal ganz schön unverständlich, unsere Kommunikation. Die Heringe haben’s da echt raus. Die kommunizieren miteinander, indem sie sich gegenseitig anfurzen. Unter Wasser hat das unbestreitbare Vorteile. Mit dem Sprechen ist es da nicht so dolle. Und da sie nicht miteinander sprechen können, haben sie sich eben was anderes ausgedacht. Voll genial finde ich das. So eine Art Einheitssprache, die jeder Hering versteht, egal woher er kommt. Da kann ein Hering aus Deutschland mit einem eingereisten – äh eingeschwommenen – Artgenossen aus weiter Ferne ohne Sprachbarrieren eine anregende Unterhaltung führen. “Wie war den die Reise, pubs”. “Ach ganz angenehm, pubs. War halt manchmal Heringsstau, aber das kennt man ja, pubs”. “Wie geht es denn der Familie, pubs?”. “Die ist zu Hause geblieben, ich mache dieses Jahr mal alleine Urlaub, pubs”.

Man stelle sich vor, welch Blasengeblubber an der Stelle hochsteigt, an der sich die Flossenbesitzer unterhalten. So manch Zweibeiner mag denken, eine Wasserleiche entdeckt zu haben…

Nun behaupte ich nicht, die Universalsprache schlechthin entdeckt zu haben. Aber sie hätte etwas von Dr. Doolittle. So brauchte man keine Mausefallen mehr aufstellen, sondern der Maus mit einem beherzten Furz einfach klarmachen, dass man sie im Hause nicht haben möchte. Oder die Kühe könnten dem Bauern per Darmgeräusch ihren wahren Musikgeschmack mitteilen. Fachbücher zum Thema “Hundeerziehung leicht gemacht” wären hinfällig. Ein riesengroßer Markt mit Milliardenumsätzen wäre seiner Daseinsberechtigung beraubt. Viele “Möchtegern-Tierflüsterer” aller Art arbeitslos.

Das ist bestimmt auch der Grund, weshalb diese Universalsprache in der Area 51 seit Jahrzehnten unter strengster Geheimhaltungsstufe verleugnet wird.

Was aber ist mit den uns allseits bekannten Sesselfurzern – sind die uns übrigen Normalsterblichen da einen Riesenschritt voraus? Vielleicht verraten sie sich irgendwann mal – wir sollten vielleicht mal öfters auf das Bauchgluckern hören….

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