Loslassen erleben

Zu sich selbst und der eigenen Mitte finden – das ist intuitives Bogenschießen. Hier geht es nicht um möglichst viele Punkte oder wetteifernde Pokaljägerei. Es ist eine wunderbare Art von Meditation ohne technische Raffinessen und Zielfernrohr, sondern darum, das „Loslassen“ mit allen Sinnen erleben zu können.

Mit dem Bogen in der Hand, ganz locker und noch abgesenkt, schließt Du die Augen und konzentrierst Dich ganz auch Dich selbst. Parallel zur Zielscheibe suchst Du einen festen Stand. Die Füße verwurzeln mit dem Boden. Langsam spürst Du eine wohltuende Anspannung, die Deinen Körper emporkriecht. Du empfindest diese Anspannung in allen Gliedern bis zu den Fingerspitzen, wirst eins mit Dir selbst. Alle Geräusche um Dich herum treten in den Hintergrund.

Dann nimmst Du den Bogen, nimmst einen Pfeil und legst ihn ein. Langsam hebst Du den Bogen hoch, spannst ihn, visierst die Zielscheibe an. In völliger Konzentration und losgelöst von Deiner Umgebung atmest Du tief ein. Die Spannung des Bogens wird eins mit der Anspannung Deines Körpers; Du verschmilzt mit dem Bogen. Dann kommt der Moment:

Du atmest ruhig aus und lässt die Sehne einfach los – der Pfeil ist geschossen. Ängste, Sorgen und Nöte saugt der Pfeil aus Dir heraus und nimmt sie einfach mit. Du spürst, wie eine angenehme Ent-Spannung durch Deinen Körper zieht. Alle Anspannung hast Du mit dem Pfeil losgelassen, sie haftet an dem Pfeil, der nun weit weg von Dir ist.

Befreit senkst Du den Bogen, schließt wieder die Augen und horchst in Dich hinein. Ganz deutlich spürst Du Ruhe, Zufriedenheit und angenehme Leere. Ein wunderbarer Moment völliger Harmonie.

Das ist intuitives Bogenschießen: Mit Pfeil und Bogen in die Achtsamkeit.

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Auf den Spuren von Robin Hood

Gestern war nicht gerade das schönste Wetter aber für unser Vorhaben dennoch gerade richtig. Mit Pfeil und Bogen ging es auf nach Bad Willebadessen. Ziel war ein 3-D-Parcour, auf dem die Bogenschießkünste in freier Natur vertieft werden können. Natürlich hatte ich wieder meinen Apfelkuchen gebacken, der uns unterwegs den Magen füllen sollte. Saulecker kann ich euch sagen.

Hier das Rezept:

250 g Butter /Margarine und 200 g Zucker schaumig rühren

danach 4 Eier zugeben und unterrühren

400 g Mehl mit 1 TL Backpulver nach und nach dazugeben

meine „persönliche Note“ für den Teig sind noch ein Pck. Vanillezucker und ordentlich Zimt

Äpfel schälen und in Spalten scheiden, belegen und in eine gefettete Springform geben

bei ca. 190 Grad Heißluft ca. 35 Min. backen.

Dieser Kuchen geht unheimlich schnell und der Belag lässt sich ja auch je nach Jahreszeit ändern. Demnächst will ich ihn mal mit Pflaumen versuchen…

Nun aber weiter im Wald:

Wir waren angenehm überrascht, wie der Parcour angelegt war. Es ging über Stock und Stein, auf kleinen Trampelpfaden und immer wieder über wackelige Bretter über kleine Bachläufe. Bergauf, bergab… und irgendwo stand dann wieder eine Attrappe zwischen den Bäumen, die es zu treffen galt. Natürlich gingen uns allen auch immer einige Pfeile daneben und verschwanden im Dickicht. Die nachträgliche Suchaktion hatte etwas mit einer Expedition in unbekannte Gefilde….. grins.

Nach 2,5 Stunden grummelte dann allen der Magen und so machten wir uns über den mitgebrachten Kuchen und Mineralwasser her. Mitten im Wald, auf einem Baumstumpf sitzend mampfte jeder ganz andächtig sein Stück. Es war herrlich. Ein dichtes, grünes Blätterdach über uns, das uns zudem auch vor den Regentropfen schützte.

Auch ein Navi-Gerät musste einmal kurz zum Einsatz kommen, denn plötzlich fehlten die Wegmarkierungen und wir standen mitten im Wald ohne wirklich zu wissen, wie und wo es weitergeht. Erschöpft erreichten wir dann nach über 5 Stunden (!) wieder den Ausgangspunkt. Einen ganzen Tag an der frischen Luft und im Wald – was gibt es Schöneres? Eine große Zufriedenheit legte sich über uns alle, denn der Wald übt eine magische Kraft auf die Seele aus. Ein rundum gelungener Tag, den wir bald wiederholen wollen. 🙂

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Sinn und Verstehen…

Engel Schale

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Bitte schön, danke schön…

Ein herrlicher Morgen ist das heute. Blauer Himmel, die Sonne scheint und es ist noch nicht zu warm. Ich schnapp mir meinen Hund Merlin und los geht’s. Hier bei uns gibt es viele schöne Wege. Heute nehme ich mal den Weg am Wald lang. Ist auch ein Radweg. Ich bin gerade ein Stückweit unterwegs, da spüre ich nur noch einen heftigen Windzug von dem Mountainbiker, der – natürlich ohne zu klingeln – von hinten an mir vorbeirauscht. Ich zucke richtig zusammen und als ich mich vom Schreck etwas erholt habe, ist er längst hinter der nächsten Kurve verschwunden.

Ein paar Minuten später kommt mir ein Sportler in einem Sitzfahrrad entgegen. Brav rufe ich meinen Hund und stelle mich mit ihm an den Wegesrand, so dass der Fahrradfahrer ungehindert passieren kann. Beim Vorbeifahren schaut er mich ganz böse an. Habe ich im aus Versehen die Zunge herausgestreckt? Nicht, dass ich wüsste.

Heute möchte ich mir mal ein ausgiebiges Frühstück gönnen. Beim Bäcker meines Vertrauens (*grins) wird mir ein ziemlich harsches “Guten Morgen” entgegengeworfen. Ich ducke mich schnell, ehe die Worte an meinem Kopf eine Beule hinterlassen und sehe zu, dass ich diesen Ort zügig wieder verlassen kann.

Auf dem Rückweg nach Hause kommt mir wieder ein Radfahrer entgegen. Brav nehme ich meinen Hund zur Seite und wir machen Platz am Wegesrand. Ich bin einfach unermüdlich. Und plötzlich geschieht das fast Unfassbare – ich sehe ein Lächeln und höre ein “Danke schön”. Völlig verdattert erwidere ich ein “Bitte schön”.

So ist das eben mit der Höflichkeit. Für viele Menschen mittlerweile ein Fremdwort. Nur der Ellenbogen zählt. Wozu also Energie verschwenden für solche Floskeln? Ganz ehrlich? Weil man einem anderen damit auch eine kleine Freude machen kann. Einem völlig Fremden seine Wertschätzung zeigen kann. Wenn man dann noch mit einem Lächeln belohnt wird – dann war dieser Energieeinsatz doch nicht umsonst.

In diesem Sinne – Danke schön für’s Lesen…

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Leben und leben lassen…

Zaun verletzt

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Wasser ist…

Wasser Rückwärtsgang

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Frieden

Wir wollen für unseren Frieden kämpfen“, schrien sie. Dann holten sie ihre Waffen heraus, denn sie hatten nichts verstanden.

© Zeilenanfang Juni 2017

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